Ludwigshafen/Basel

BASF baut um und streicht weltweit 650 Stellen

Streicht Stellen: Chemie-Weltmarktführer BASF (Archiv)

Streicht Stellen: Chemie-Weltmarktführer BASF (Archiv)

Der weltgrösste Chemiekonzern BASF restrukturiert sein Pigmentgeschäft und streicht weltweit rund 650 Stellen. Die Kundenorientierung solle erhöht und das Produktionsnetzwerk optimiert werden. Betroffen ist auch der Betrieb in Hüningen bei Basel.

Der Stellenabbau solle bis 2017 abgeschlossen sein, heisst es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Konzerns. Geschlossen werden soll ein Werk in Paisley, Schottland, mit 143 Mitarbeitenden, überprüft wird die Zukunft des Standorts im niederländischen Maastricht.

Restrukturiert werden soll zudem der Betrieb im elsässischen Hüningen (Huningue). Im Nachbarort von Basel sollen 140 der derzeit 242 Stellen wegfallen, wie ein Sprecher des Konzerns in Deutschland auf Anfrage sagte.

Nicht im Visier steht die Schweiz, wo BASF bereits im Frühjahr eine Restrukturierung angekündigt hat: Der Schwerpunkt der jetzigen Massnahmen liege in Paisley, Hüningen und Maastricht, sagte der Sprecher. Der Rest der betroffenen Stellen verteile sich weltweit auf das Pigmentgeschäft, wobei die Schweiz nicht im Fokus stehe.

Ausbau in Asien

Gleichzeitig mit dem Stellenabbau will BASF in den kommenden vier Jahren 250 Millionen Euro in das Produktionsnetzwerk sowie in Forschung und Entwicklung investieren. Verstärkt werden soll dabei die Präsenz in der Region Asien-Pazifik. Unter anderem ist der Ausbau von Anlagen in Nanjing, China, und Ulsan, Korea, geplant.

"Die Massnahmen versetzen uns in die Lage, auf Markt- und Kundenbedürfnisse besser zu reagieren. Als der führende Anbieter von Pigmenten werden wir auch weiter kräftig in Innovation investieren", wird in der BASF-Mitteilung Markus Kramer, Leiter des Unternehmensbereichs Dispersions & Pigments, zitiert.

BASF Schweiz hatte bereits im April für die Standorte Basel und Schweizerhalle BL eine Umstrukturierung angekündigt. Dabei sollen bis Ende 2015 bis zu 350 Stellen gestrichen werden. Die Umsetzung sei im Gange, hiess es am Mittwoch bei BASF Schweiz. Betroffen sind unter anderem die Geschäftseinheiten Plastikadditive und Pigmente.

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