Mit dem Stellenabbau reagiert die EBM gemäss einer Mitteilung vom Dienstag auf den europaweiten Preisdruck im Stromgeschäft und den zunehmenden Wettbewerb durch die Marktöffnung. Dies habe für das Unternehmen "erhebliche Ertragsminderungen" zur Folge, heisst es im Communiqué.

Kündigungen wurden laut EBM noch keine ausgesprochen. Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden seien aber aufgenommen worden. Zudem werde ein Sozialplan ausgearbeitet. Die EBM, die seit Mitte 2012 von Conrad Ammann, ehemaliger Direktor des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich geleitet wird, strebt Einsparungen von rund 20 Mio. Fr. an.

Die EBM will indes nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Erträge steigern. Ihr von der "Basler Zeitung" bereits am Dienstag publik gemachtes entsprechendes Programm will das Unternehmen am nächsten Montag den Mitarbeitenden und einen Tag später auch den Medien im Detail vorstellen.

Die EBM hat 2012 wegen der Alpiq-Beteiligung einen Jahresverlust von 139,7 Mio. Fr. verbuchen müssen. Der Gesamtumsatz konnte jedoch um 6 Prozent auf 374,3 Mio. Fr. gesteigert werden, und der Betriebsgewinn kletterte um knapp 35 Prozent auf auf 20,5 Mio. Franken. Die EBM sprach deshalb von einem operativ "sehr guten Ergebnis".