Der Mann konnte der Versuchung nicht widerstehen und überwies noch in der Nacht 10 Millionen Euro davon auf das Girokonto seiner Hausbank.

Der frisch gebackene Millionär konnte sich jedoch nur wenige Stunden an dem Geldsegen erfreuen: Die Online-Bank forderte ihr Geld nach einem halben Tag zurück.

Dem Kunden sei nur "aufgrund eines technischen Fehlers fälschlicherweise ein deutlich zu hoher Betrag als verfügbarer Betrag angezeigt" worden, sagte ein Banksprecher.

Zusätzlich verlangte das Institut noch 14,4 Prozent Zinsen. Diese 12'000 Euro Aufschlag, den die Online-Bank von seinem Konto einbehielt, will der Kunde jetzt zurück. Über seine Klage verhandelt das Landgericht Itzehoe am 3. Mai.

Der Zugriff auf die Millionen war übrigens keine Straftat, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem ähnlichen Fall entschieden hat. Der Kunde sei nicht einmal verpflichtet, die Bank auf den Fehler hinzuweisen. Er habe nur eine vorhandene Situation ausgenutzt.