«Panama Papers»

Bank Vontobel: Verdacht auf Beihilfe zu Geldwäscherei

Für die Kontoeröffnung bei der Bank Vontobel in Zürich hat der Financier in Panama eine Stiftung gründen lassen.

Für die Kontoeröffnung bei der Bank Vontobel in Zürich hat der Financier in Panama eine Stiftung gründen lassen.

Ein in den USA mehrfach wegen Betrugs verurteilter Financier hat über Jahre Millionen in der Schweiz versteckt, wie Recherchen der «Sonntagszeitung» in den Panama-Papieren zeigen.

Für die Kontoeröffnung bei der Bank Vontobel in Zürich soll der Financier die Gründung einer Stiftung in Panama veranlasst haben, die von Anfang an die Züge einer Tarnstiftung hatte.

Trotzdem liess ihn die Bank gewähren. Sie machte keine Verdachtsmeldung wegen Geldwäscherei, obwohl die Klagen gegen den Kunden in öffentlich zugänglichen Gerichtsdatenbanken einsehbar waren. 

Laut «Sonntagszeitung» startete Vontobel mitten im Steuerstreit mit den USA Ende 2010 eine Verschleierungsaktion: Sie bat den Kunden offenabr bei der Kontoeröffnung ausdrücklich darum, seine US-Adresse zu streichen und nur seine Adresse im indischen Mumbai anzugeben. 

Als sich in Amerika die Klagen häuften und auch der New Yorker Starermittler Preet Brahara gegen ihn ein Strafverfahren einleitete, liess er in einer Blitzaktion sein gesamtes Vermögen bei Vontobel auf seinen Bruder übertragen – auch dabei machte die Bank mit.

Später liessen Genfer Staatsanwälte einen Teil des Geldes sperren, weil der Bank Sarasin eine verdächtige Transaktion auf das Vontobel-Konto aufgefallen war.

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