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Bank Julius Bär mit Gewinneinbruch um über einen Drittel

Julius Bär präsentiert neueste Zahlen

Julius Bär präsentiert neueste Zahlen

Die Bankengruppe Julius Bär hat die Finanzkrise als einzige der drei im Swiss Market Index (SMI) aufgeführten Banken ohne rote Zahlen überstanden. Ihr Gewinn im ersten Halbjahr brach im Vorjahresvergleich aber um 37 Prozent auf 324 Mio. Fr. ein.

Die Ursache für den Gewinneinbruch sind weggebrochene Einnahmen aufgrund der in der Krise geschmolzenen Kundenvermögen, die Julius Bär verwaltet und auf denen prozentuale Gebühren erhoben werden.

Seit Jahresbeginn sind die verwalteten Vermögen dank stabilerer Finanzmärkte, des schwächeren Franken und Neugeldzuflüssen zwar wieder um 9 Prozent gestiegen. Sie beliefen sich Ende Juni auf 367 Mrd. Franken. Durchschnittlich lag das von der Bank verwaltete Vermögen von Januar bis Juni aber 25 Prozent tiefer als noch im Vorjahr, wie es in einem Communiqué hiess.

Dies drückte das Ergebnis aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 34 Prozent auf 791 Mio. Franken. Der Einbruch bei der wichtigsten Ertragsquelle konnte Julius Bär auch nicht durch höhere Gewinne im Zinsgeschäft (+27% auf 281 Mio. Fr.) und im Handelsgeschäft (+7% auf 165 Mio. Fr.) wettmachen.

Durch Kostensenkungen und weniger Boni ist zwar auch der Geschäftsaufwand der Bankengruppe gesunken. Mit 832 Mio. Fr. ist der aber nur um 12 Prozent und damit nicht im gleichen Ausmass tiefer ausgefallen als die Einnahmen. Der unter dem Strich resultierende Vorsteuergewinn von 391 Mio. Fr. liegt deshalb 40 Prozent unter Vorjahr.

Das Ergebnis von Julius Bär übertraf die Erwartungen der Börsenanalysten dennoch deutlich. Diese haben damit gerechnet, dass die Betriebserträge deutlich stärker als nur um 24 Prozent einbrechen und sich der Konzerngewinn nahezu halbiert.

Die Julius-Bär-Aktie stieg denn mit einem deutlichen Plus von 3,7 Prozent in den Handel. Der Aktienkurs fiel danach aber sogar ins Minus, zum Schluss notierte die Aktie mit 48.46 Franken um 0,5 Prozent fester.

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