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Bank Coop hat 2011 höheren Bruttogewinn erzielt

Logo am Eingang der Bank Coop in Basel am Aeschenplatz (Archiv)

Logo am Eingang der Bank Coop in Basel am Aeschenplatz (Archiv)

Die Bank Coop ist trotz unsicheren Zeiten gut unterwegs: Die Tochter der Basler Kantonalbank konnte ihren Bruttogewinn 2011 um 6,3 Prozent auf 94,2 Mio. Fr. steigern. Im Hypothekargeschäft verbuchte die Bank Coop erneut einen Rekordwert.

Die Hypothekarforderungen seien trotz defensiver Vergabepolitik um 4 Prozent auf 12,2 Mrd. Fr. gestiegen, sagte Andres Waespi, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Coop, am Dienstag vor den Medien. Das Marktwachstum von 5,2 Prozent wurde damit zwar nicht erreicht. Bewusst habe man jedoch in den überhitzten Märkten im Raum Genf und Zürich Zurückhaltung geübt, sagte Wespi.

Einen neuen Rekord verzeichnete die Bank Coop, die landesweit über 33 Geschäftsstellen verfügt, auch bei den Kundengeldern. Diese stiegen um 0,5 Prozent auf knapp 9,8 Mrd. Fr.an. Dabei nahmen die Spargelder um 9 Prozent auf 7,3 Mrd. Fr. zu. Das Marktwachstum von 6,9 Prozent wurde damit klar übertroffen.

Der Erfolg im Zinsgeschäft stieg um 4,9 Prozent auf 156,1 Mio. Franken. Trotz anhaltendem Konkurrenzdruck sei es der Bank Coop gelungen, die Margen stabil zu halten, so Waespi.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank der Ertrag dagegen um 2,7 Prozent auf 66,7 Mio. Franken. Rückläufig war auch das für die Bank weniger wichtige Handelsgeschäft: Dieses brachte mit 11,6 Mio. Fr. 10,6 Prozent weniger ein als im Vorjahr.

Personalaufwand gesunken

Während der Betriebsertrag um 2,3 Prozent auf 238,2 Mio. Fr. zulegte, war der Geschäftsaufwand mit 144 Mio. Fr. praktisch stabil. Der Personalaufwand - die Mitarbeitendenzahl ging um 14 auf 584 zurück - sank dabei um 3 Prozent auf 81,8 Mio. Franken, dagegen stieg der Sachaufwand um 3,9 Prozent auf 62,2 Mio. Franken.

Die Verantwortlichen der Bank Coop sind mit dem Jahresergebnis zufrieden. Verwaltungsratspräsident Ralph Lewin bezeichnete es angesichts der "grossen Unsicherhheiten und starken Volatilitäten" als erfreulich. Der Rückgang des Jahresgewinns um 3,2 Prozent auf 70,3 Mio. Fr. ist auf einen Sondereffekt im Vorjahr zurückzuführen. Ohne diesen wäre der Gewinn um 12,7 Prozent gestiegen.

Für das laufende Jahr gibt sich Bankchef Waespi zurückhaltend, eine Prognose sei äusserst schwierig. "Wir hoffen jedoch, dass wir 2012 in einem ähnlichen Rahmen abschliessen können wie 2011", sagte er in seinem Ausblick.

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