Luxusgüter

Bally-Besitzer kaufen Jimmy Choo für 700 Millionen Franken

Die britische Schuhdesignerin Tamara Mellon – früher Redaktorin der «Vogue» – und ihre Tochter Minty probieren Jimmy-Choo-Stilettos. HO

Die britische Schuhdesignerin Tamara Mellon – früher Redaktorin der «Vogue» – und ihre Tochter Minty probieren Jimmy-Choo-Stilettos. HO

Seit die Damen aus den TV-Serien «Sopranos» und «Sex and the City» auf den gefährlich hohen Absätzen der Londoner Designerin Tamara Mellon über die Bildschirme flimmerten, kennt jede Frau die Schuhe von Jimmy Choo.

Zwar ist der namensgebende Schuhmacher seit 2001 nicht mehr bei dem 1996 gegründeten Luxuslabel dabei, seine Gründungspartnerin Mellon – als frühere «Vogue»-Redaktorin quasi die Verkörperung der Zielgruppe – ist allerdings noch immer dick im Geschäft. Und soll es auch unter den neuen Eigentümern bleiben.

Die neue Eigentümerin ist die deutsche Milliardärsfamilie Reimann. Ihr in Wien angesiedelte Luxusgüter-Holding Labelux legt für Jimmy Choo umgerechnet rund 700 Millionen Franken auf den Tisch. Verkäuferin ist die Investmentgesellschaft Towerbrook Capital Partners, welche das Schuhlabel 2007 übernommen hatte.

Die Reimanns – deren Reichtum aus dem (Teil-)Verkauf der Spezialchemiefirma Benckiser stammt – wollen mit Labelux zu einem führenden Luxusgüter-Anbieter werden. Hauptlabel von Labelux war bislang die Schweizer Traditionsmarke Bally aus Schönenwerd. Ausserdem gehört die US-Parfumfirma Coty zum Reinmann-Imperium. Mit Jim-my Choo kauft Labelux ein Netz von 120 Läden – vorab in den USA – und einen Umsatz von umgerechnet knapp 300 Millionen Franken.

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