Der Direktor der Loterie Romande, Jean-Luc Moner-Banet, bestätigte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Berichte in den Tamedia-Publikationen. Der Verkauf von Lottoscheinen und Rubbellosen werde schrittweise eingestellt, in der Deutschschweiz per Ende 2019, in der Romandie per Ende April 2020.

Die Post habe den Entscheid einerseits damit begründet, dass sie ihr Sortiment bereinigen und auf das Kerngeschäft ausrichten wolle. Auf der anderen Seite argumentiere die Post, das Geschäftsfeld sei nicht rentabel, was die Lotteriegesellschaften bestreiten würden.

Der Direktor der Loterie Romande bedauert das Ende der Zusammenarbeit mit der Post, die 15 Jahre gedauert hat. Die Post bestätigte auf Anfrage ebenfalls, dass sie keine Produkte von Swisslos und Loterie Romande mehr verkaufen wolle. Letztes Jahr wurden solche Artikel noch in 1040 Filialen angeboten.

Nach Prüfung des Angebots habe sich jedoch gezeigt, dass das Lotteriegeschäft nur defizitär sein könne und nicht mehr zur Geschäftsstrategie passe, sagte ein Post-Sprecher. Die Post sei gegenwärtig daran, das ganze Sortiment unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit und der Kundenbedürfnisse zu überprüfen.