Medartis kauft Startup

Bald gibts Implantate aus dem 3-D-Drucker

Medartis hat ein Mimedis, ein Medizinaltechnik-Spinoff der FHNW gekauft. (Symbolbild)

Medartis hat ein Mimedis, ein Medizinaltechnik-Spinoff der FHNW gekauft. (Symbolbild)

Medartis hat ein Startup gekauft, dass den Med-Tech-Markt – insbesondere die Implantat-Technologie revolutioniert hat.

Mimedis, ein Medizinaltechnik-Spinoff der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) für Life Sciences in Muttenz und des Universitätsspitals Basel konnte erfolgreich an die Basler Medartis verkauft werden. Das Jungunternehmen revolutionierte in den letzten Jahren den Med-Tech-Markt mit einer neuen Dienstleistungs- und Implantat-Technologie, teilt die FHNW mit. Mit dieser können Knochenplatten und Ersatzteile im 3-D-Drucker personalisiert hergestellt und Ärzte früh in das Design mit eingebunden werden, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Kaufpreis wird nicht genannt.

Medartis ist Spezialistin für die Fixierung von Knochenbrüchen (Osteosynthese) und hat 2016 mit über 360 Mitarbeitenden einen Umsatz von knapp 100 Millionen Franken erzielt. Dank dieser Übernahme werde Medartis zukünftig im Bereich Mund-, Kiefer, und Gesichtschirurgie «passgenauen Knochenersatz» anbieten. Die Vorteile exakt passender Implantate: Sie erfordern kaum Nachbearbeitung, beschleunigen den Heilungsprozess und reduzieren das Risiko für eine Nachoperation «um ein Vielfaches», so die Mitteilung.

Die Mimedis AG wurde 2013 von Forschern der Hochschule für Life Sciences und Medizinern des Universitätsspitals Basel gegründet. Das Jungunternehmen hat 2014 den De-Vigier-Startup-Preis sowie den Jungunternehmerpreis Nordwestschweiz gewonnen. Weitere Unterstützung erhielt die Firma von der Kommission für Technologie und Innovation des Bundes, um eine erste Rohfassung der Planungssoftware entwickeln zu können. (STS)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1