Damit verbunden seien wachsende Umwelt- und Gesundheitsrisiken wegen der oft fahrlässigen und falschen Deponierung, teilte die Uno-Sonderorganisation am Mittwoch in Genf mit.

Nur 20 Prozent des Abfalls aus ausrangierten Handys, Laptops, Fernsehern und Kühlschränken würden aktuell wiederverwertet. Dabei seien die Bestandteile der Elektronikgeräte äusserst wertvoll.

Der Wert von Gold, Silber, Kupfer, Platin und Palladium aus den Geräten summiert sich laut ITU schätzungsweise auf 55 Milliarden Dollar. "Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt der meisten Staaten der Welt."

Immerhin gebe es Fortschritte bei der Gesetzgebung in Sachen Elektroschrott: 67 Staaten hätten nun Vorschriften zum Umgang mit dieser Art Müll. Das sei ein Plus von 44 Prozent gegenüber 2014.

In der Schweiz sind 2016 fast 138'000 Tonnen Elektroschrott zum Entsorgen abgegeben worden, rund 4000 Tonnen mehr als im Vorjahr. 62 Prozent der eingesammelten Geräte waren Haushaltsapparate und Leuchtmittel.

Die übrigen 38 Prozent waren Computer, Telefone und Geräte der Sparte Unterhaltungselektronik. Fast in allen Kategorien wurde mehr Elektroschrott eingesammelt.

In der Schweiz können ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte gratis der Wiederverwertung zugeführt werden. Beim Einkauf neuer Geräte muss eine vorgezogene Recyclinggebühr bezahlt werden.

Die Rücknahme organisieren und verwalten Sens eRecycling (für Haushaltgeräte und Leuchtmittel) sowie Swico Recycling (für Altgeräte aus Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik).