Allerdings hänge vieles vom Umsetzungsprozess ab, teilte Bakbasel am Dienstag mit. Nicht berücksichtigt haben die Basler Konjunkturforscher dabei einen möglichen eingeschränkten Zugang zum EU-Markt oder eine beschränkte Verfügbarkeit von ausländischen Arbeitskräften.

Trotz der Unsicherheit sind die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft weiterhin gut. Für das laufende Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 2,2 Prozent zulegen. Im Dezember war Bakbasel noch von 2,3 Prozent ausgegangen.

Auftrieb erhält die Schweizer Wirtschaft von der globalen Erholung. Diese begünstige auch den Exportsektor, schreibt Bakbasel. Der Schweizer Güteraussenhandel wird im laufenden Jahr um 4,7 Prozent wachsen. Noch stärker fällt das Wachstum für 2015 aus (+5,7 Prozent). Insgesamt steuert der Aussenhandel rund einen halben Prozentpunkt zum Wirtschaftswachstum bei.

Eine wichtige Stütze bleibt der private Konsum, obwohl die Wachstumsdynamik etwas abgenommen hat. Die Forscher sagen für 2014 eine Zunahme von 2 Prozent voraus. Weniger steigen dürfte auch der öffentliche Konsum.

Erholung der Wirtschaft auch 2015

Von der gegenwärtigen Planungsunsicherheit sind vor allem inländische Investitionen betroffen. Dank gut gefüllten Auftragsbüchern werden die Bauinvestitionen im laufenden Jahr zwar noch um 1 Prozent wachsen. Für 2015 rechnet Bakbasel aber mit einem Rückgang von 0,7 Prozent.

Bei den Ausrüstungsinvestitionen ist bis 2015 ein Plus von 4,5 bis 4,9 Prozent zu erwarten. Aufgrund der Annahme der Zuwanderungsinitiative haben die Forscher die Prognose aber etwas nach unten korrigiert.

Für das Jahr 2015 rechnet Bakbasel mit einer weiteren Erholung der Wirtschaft und einem BIP-Wachstum von 2,3 Prozent. Dies wirkt sich auch positiv auf die Arbeitslosigkeit aus. Die Arbeitslosenquote soll 2015 bei 2,9 Prozent liegen. Für das laufende Jahr rechnet das Institut mit einer Quote von 3,1 Prozent.