Atomenergie

Axpo, Alpiq und BKW wollen nur zwei AKWs bauen

Das Atomkraftwerk in Gösgen (Archiv)

Das Atomkraftwerk in Gösgen (Archiv)

Axpo, Alpiq und BKW raufen sich zusammen. Die drei Energiekonzerne haben sich darauf geeinigt, wie sie zusammen zwei neue AKW bauen und betreiben wollen. Die Standorte sind aber noch nicht festgelegt. Gösgen, wo das jüngste AKW steht, startet mit einem Handicap.

Axpo, Alpiq und BKW wollen ihre Pläne für ein Ersatz-Atomkraftwerk einer gemeinsamen Planungsgesellschaft übergeben. Diese wird die drei Projekte für den Ersatz von Beznau I und II sowie die beiden Atomkraftwerke in Gösgen und Mühleberg parallel und gleichwertig weiterverfolgen.

An der Planungsgesellschaft sind die drei Konzerne zu je einem Drittel beteiligt. Sie sei nach "intensiven Verhandlungen" zustande gekommen, teilten die drei Energiekonzerne am Donnerstag gemeinsam mit. Die drei Konzernchefs sprachen in der Medienmitteilung von "Meilenstein" und "Durchbruch".

Ohne Gösgen?

Die Axpo Holding betreibt Beznau I und II im Kanton Aargau, die Alpiq AG das AKW in Gösgen im solothurnischen Niederamt und die BKW Energie AG das Atomkraftwerk Mühleberg vor den Toren der Stadt Bern. Der Entscheid, welche AKW ersetzt werden, soll spätestens 2012 fallen - noch vor dem Botschafts- und Entscheidentwurf des Bundesamts für Energie.

Falls bis zu dieser Frist alle drei AKW-Projekte als gleichwertig beurteilt werden, soll an den beiden Standorten gebaut werden, wo die AKW zuerst - wahrscheinlich ab 2020 - ausser Betrieb genommen werden: in Mühleberg und Beznau.

Alpiq: "Entscheid gegen uns wäre überraschend"

"Wir stehen trotzdem voll und ganz hinter der Einigung", sagte Alpiq-Sprecher Martin Bahnmüller auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Standort Gösgen sei ausgezeichnet. "Ein Entscheid gegen uns wäre überraschend." Auch sei Gösgen im Kanton Solothurn politisch gut abgestützt.

Fiele die Wahl dennoch auf Mühleberg BE und Beznau AG, könnte Alpiq gemäss Bahnmüller mit diesem Entscheid leben. "Entscheidend ist, dass wir an allen neuen Kernkraftwerken gleichermassen beteiligt sein werden, unabhängig vom Standort", sagte Bahnmüller.

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