Der Gruppenumsatz blieb mit 243,7 Millionen Franken praktisch stabil (-0,5 Prozent). Deutlicher machte sich der starke Franken bei der Ergebnisentwicklung bemerkbar. Von Januar bis Juni erwirtschaftete die Gruppe einen operativen Gewinn (EBIT) von noch 14,6 Millionen Franken, 15,7 Prozent weniger als 2014.

Der Reingewinn brach um 38,1 Prozent auf 7,4 Millionen Franken. Der markante Rückgang erklärt sich aber auch durch den Verkauf einer Tochterfirma im vergangenen Jahr, durch den der Reingewinn im ersten Semester 2014 stark angestiegen war.

Das Geschäft mit der Autoindustrie läuft

In Lokalwährungen gerechnet ist das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 4,3 Prozent allerdings gewachsen, und zwar in allen Regionen, wie Feintool am Mittwoch schreibt. Die weltweite Automobilindustrie habe sich insgesamt erfreulich entwickelt. Der nordamerikanische Markt verharre auf dem hohen Vorjahresniveau, die Automobilproduktion in Europa zeige leichte Erholungstendenzen. Und auch der asiatische Markt bleibe auf Wachstumskurs, wenn auch in leicht geringerem Ausmass, hiess es.

Im Teilefertigungssegment System Parts erhöhte sich der Umsatz in Lokalwährungen um 8,8 Prozent auf 211,9 Millionen Franken. Der Umsatz in der kleineren Umform- und Feinschneidesparte, die Pressen, Anlagen und Werkzeuge für Industriekunden herstellt, sank dagegen um 15,3 Prozent auf 39,8 Millionen Franken. Immerhin sei hier im zweiten Quartal - wenn auch auf tiefem Niveau - eine Belebung des Auftragseingangs verzeichnet worden.

Im Ausblick zeigt sich Feintool zuversichtlich und erwartet für die zweite Jahreshälfte eine grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung. Basierend auf den heutigen Rahmenbedingungen scheine ein Umsatz von rund 500 Millionen Franken realistisch, heisst es.