Auto-Krise

Autoabsatz in Europa im Juni erstmals wieder gestiegen

Mehr Autos verkauft (Archiv)

Mehr Autos verkauft (Archiv)

Der Autoabsatz in Europa ist im Juni zum ersten Mal seit 14 Monaten wieder gestiegen. Im vergangenen Monat seien europaweit mit 1,46 Millionen Fahrzeugen 2,4 Prozent mehr verkauft worden als vor Jahresfrist.

Das teilten der europäische Herstellerverband ACEA und der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Die von den Regierungen aufgelegten Abwrackprämien in mehr als zehn EU-Staaten hätten die Geschäfte beflügelt.

In Westeuropa lag das Plus im Juni nach ACEA-Angaben sogar bei 4,6 Prozent. Insgesamt seien hier 1,38 Millionen Autos verkauft worden. Spitzenreiter war demnach Deutschland, wo der Absatz um 40,5 Prozent nach oben schnellte, gefolgt von Italien (plus 12,4 Prozent) und Frankreich (plus 7,0 Prozent).

In den EFTA-Staaten Island, Norwegen und Schweiz hingegen gingen die Autokäufe zurück (-16,4 Prozent). In der Schweiz betrug das Minus laut einer ACEA-Schätzung 11,5 Prozent.

In den neuen EU-Ländern brachen die Verkaufszahlen dagegen im Juni um mehr als ein Viertel ein, wie beide Verbände mitteilten. Besonders hart traf es laut VDA den russischen Markt: Binnen Jahresfrist brachen die Verkäufe um über 55 Prozent ein. Der ACEA erfasst diesen Markt in seiner Statistik nicht.

Unter den deutschen Autoherstellern konnte im vergangenen Monat laut ACEA lediglich der VW-Konzern seinen Marktanteil in Europa ausbauen, und zwar auf 21,4 Prozent von 20,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. BMW fiel auf 5,2 (5,9) Prozent zurück, Daimler kam nur noch auf 4,8 (5,1) Prozent.

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