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Ausländische Banken in der Schweiz: Deutlich weniger Gewinn

Ausländische Banken in der Schweiz mit weniger Gewinn (Archiv)

Ausländische Banken in der Schweiz mit weniger Gewinn (Archiv)

Die ausländischen Banken in der Schweiz haben 2009 einen Rückgang des Gewinns um 38 Prozent auf 1,95 Mrd. Franken erlitten. Die Gruppe, die rund 45 Prozent der Banken auf dem Schweizer Finanzplatz repräsentiert, plagten Abschreibungen und ein rückläufiges Zins- und Kommissionsgeschäft.

Die Zahl der Beschäftigten sei um 8 Prozent auf 20'000 gesunken, teilte der Verband der Auslandsbanken in der Schweiz in Zürich mit. Zwar mehrten sich die verwalteten Privatkundenvermögen in den 155 dem Verband angeschlossenen Institute von 940 Mrd. auf 980 Mrd. Franken, doch flossen auch über 10 Mrd. Fr. Kundengelder ab.

Die Auslandsbanken unterstützen angesichts der Steuerdiskussionen zwischen der Schweiz und anderen Ländern die Einführung einer Abgeltungssteuer für ausländische Bankkunden, wie Verbandspräsident Alfredo Gysi vor den Medien sagte.

Die Banken halten damit an der Alternative zum von der EU geforderten automatischen Informationsaustausch fest. Mit der Abgeltungssteuer blieben die ausländischen Bankkunden weiterhin anonym. Die EU und zahlreiche Länder lehnen das Schweizer Ansinnen allerdings ab.

Grösster ausländischer Vermögensverwalter in der Schweiz ist die HSBC Privatbank in Genf, die jüngst von einer Datenklau-Affäre betroffen war. Wichtige Mitglieder des Verbands sind auch die Schweizer Filialen der Deutschen Bank, der französischen Crédit Agricole und der Liechtensteiner Fürstenbank LGT.

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