Pharmaindustrie

Aus für zwei Klassiker: Novartis streicht Vita-Merfen und Euceta

Firmen-Logo des Vita-Merfen- und Euceta-Herstellers Novartis

Firmen-Logo des Vita-Merfen- und Euceta-Herstellers Novartis

Vita-Merfen und Euceta sind Schweizer Medikamente-Klassiker. Während Jahrzehnten fanden sich die zwei Salben in fast allen Medikamentenschränkchen und Reiseapotheken. Doch damit ist Schluss: Die Herstellerin Novartis hat beschlossen, die beiden Produkte nicht weiter zu vertreiben.

Der Pharmakonzern bestätigte am Donnerstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht von Radio SRF. "Uns ist bewusst, dass die Beendigung des Vertriebs Kunden und Konsumenten enttäuschen kann, da Euceta und Vita-Merfen schon lange als Marken auf dem Schweizer Markt etabliert sind", schreibt Novartis.

Euceta wurde 1947 zugelassen. Die Salbe enthält Kamille und Arnika und hilft bei Prellungen, Verstauchungen, bei Sonnenbrand, Insektenstichen und allerlei anderem. Auch Vita-Merfen kann vielseitig verwendet werden und dürfte besonders bei Kindern häufig zum Einsatz gekommen sein: Zur Behandlung von kleinen Schnitt-, Kratz- oder Schürfwunden.

Das Aus der beiden Traditionsmarken begründet Novartis damit, dass das Unternehmen und seine Lieferanten keine gangbare Lösung gefunden hätten, um die erwarteten Qualitätsstandards zu garantieren.

"In den letzten Produktionsrunden wurde deutlich, dass wir bei Fortführung der Produktion keine Lösung zur Einhaltung der hohen Qualitätsstandards, die Patienten und Kunden von Novartis erwarten, finden würden", schreibt Novartis.

Was genau dahinter steckt, ist unklar. Gemäss Radio SRF kann Novartis die Rohstoffe für die Produktion der Salben nicht in genügender Qualität einkaufen. Dies bestätigte das Unternehmen indes nicht.

"Der vor wenigen Wochen erst getroffene Entscheid, die Produktion beider Marken zu beenden, ist uns nicht leicht gefallen", schreibt Novartis und weist darauf hin, dass auf dem Markt alternative Behandlungsmöglichkeiten verfügbar seien.

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