Nahrungsmittel

Aufruf an Nestlé zum Respekt der Gewerkschaftsrechte

Nestlé wird kritisiert

Nestlé wird kritisiert

Nestlé solle die Gewerkschaftsrechte respektieren. Dies fordert die Internationale Union der Lebensmittel- und Genussmittelgewerkschaften (IUL), die in der Schweiz von der Gewerkschaft Unia unterstützt wird.

In mehreren asiatischen Ländern halte sich der Waadtländer Nahrungsmittelkonzern nicht an die eigenen Unternehmensgrundsätze, erklärten Gewerkschaftsvertreter an einer Medienkonferenz in Bern.

So habe die Gewerkschaft bei Nestlé Indonesien seit zwei Jahren erfolglos Verhandlungen über Änderungen des Tarifvertrages gefordert. Die Unternehmensleitung habe damit reagiert, indem sie eine Pseudogewerkschaft gegründet und Druck auf die Mitarbeitenden ausgeübt habe, dieser beizutreten.

Auch bei Nestlé Indien hätten Gewerkschafter vergeblich Lohnerhöhungen gefordert. Die Unternehmensleitung habe mit einer Verfügung reagiert, wonach sich die Angestellten nicht mehr in weniger als 200 Metern Entfernung von ihren Arbeitsstätten versammeln oder dort Gewerkschaftstätigkeiten ausüben dürfen.

Nestlé wies die Vorwürfe auf Anfrage zurück. Der Lebensmittelkonzern respektiere die lokale Gesetzgebung in den 86 Ländern, in denen er tätig sei. Nestlé biete Löhne und Arbeitsbedingungen, die besser als der jeweilige regionale oder nationale Schnitt seien, insbesondere in den Schwellenländern, heisst es in der Mitteilung.

In Bezug auf die von der IUL und der Unia erwähnten Beispiele in den asiatischen Ländern sei die Sachlage anders als von den Gewerkschaften dargestellt, betont Nestlé.

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