Warenhäuser

Aufatmen bei 25'000 Beschäftigen des Karstadt-Konzerns

Weg für eine Rettung der insolventen Firma ist frei

Weg für eine Rettung der insolventen Firma ist frei

Aufatmen bei den rund 25'000 Angestellten der deutschen Warenhauskette Karstadt: Der Weg für eine Rettung der insolventen Firma ist frei. Das Amtsgericht Essen nahm den Insolvenzplan am Freitag an. Investor Nicolas Berggruen kann den Konzern übernehmen

Zuvor hatten Berggruen und der Karstadt-Vermieter Highstreet die Mietverträge unterschrieben. Die darin vereinbarten Mietsenkungen waren Bedingung für den Einstieg des Investors, allerdings hatte sich eine Einigung über Wochen hingezogen. Am Freitagmorgen fehlten nach der grundsätzlichen Einigung vom Vortag zunächst noch einige Unterschriften.

Vor dem Gerichtsentscheid hatten Berggruen, Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen die Karstadt-Rettung in einer Filiale in Berlin verkündet.

"Karstadt steht. Karstadt wird jetzt, glaube ich, ein sehr aufregendes Leben haben", sagte Berggruen. "Ich bin irrsinnig glücklich, dass ich dabei bin." Die Ministerin sprach von einem "Tag der Freude" für das Unternehmen mit rund 25'000 Angestellten. Deren Arbeitsplätze und 120 Filialen will Berggruen erhalten.

Nun bestehe noch eine 14-tägige Beschwerdefrist, in der mögliche Verfahrensfehler beanstandet werden können, teilte das Gericht mit. Am 1. Oktober soll dann Berggruen die Schlüsselgewalt für die Karstadt Warenhaus GmbH erhalten.

Lange Tradition endet in der Pleite

Karstadt war im Juni 2009 zusammen mit seinem Mutterkonzern Arcandor pleite gegangen. Berggruen reichte im Mai dieses Jahres seine Offerte für die Kaufhauskette ein und bekam im Juni den Zuschlag.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1