In den USA war deshalb das 39 Milliarden Dollar schwere Vorhaben auf massiven Widerstand gestossen. So machten das Justizministerium und jüngst auch noch die Telekommunikationsaufsicht FCC grosse Bedenken gegen den Deal geltend.

AT&T muss nun eine milliardenschwere Entschädigung leisten, die die Amerikaner der Telekom für den Fall eines Scheitern der Transaktion versprochen hatten. Nach Angaben der Telekom umfasst diese unter anderem eine Barzahlung von drei Milliarden Dollar.

Das Geld werde noch im laufenden Jahr erwartet. Hinzu komme eine mehrjährige Vereinbarung über Roaming-Leistungen sowie ein Paket an Mobilfunk-Frequenzen zugunsten von T-Mobile USA, deren Wert Analysten bei weiteren drei Milliarden Dollar sehen.

Dividende statt Fusion

Die Telekom erklärte, sie rechne für das laufende Jahr weiter mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 19,1 Milliarden Euro. Durch die Auflösung des Kaufvertrages soll T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft der Deutschen Telekom bilanziert werden.

Zudem erhält die Telekom ihr Dividendenversprechen und will für dieses und nächstes Jahr jeweils 70 Cent pro T-Aktie an die Anteilseigner ausschütten. Grösster Aktionär ist der Deutsche Bund mit gut 30 Prozent.

Weniger Wettbewerb befürchtet

Angesichts der Kritik an dem Vorhaben hatten die beiden Telefonkonzerne vor einer Woche erstmals öffentlich darüber gesprochen, ob es überhaupt noch Sinn mache, das Geschäft weiter zu verfolgen. Die Deutsche Telekom und AT&T hatten die Fusion im Frühjahr angekündigt.

Die US-Behörden fürchteten, dass bei einem Zusammenschluss der Nummer 4 mit der Nummer 2 der Wettbewerb auf dem US-Mobilfunkmarkt weiter zurückgehen würde. AT&T sowie die Telekom argumentierten hingegen, dass die Übernahme die Abdeckung mit mobilen Datendiensten in den USA erhöhe sowie Arbeitsplätze schaffe.