2017 hatte ein mehrmonatiger Stillstand wegen Befunden an Brennelementen und eine verlängerte Jahreshauptrevision die Produktion behindert. Auch im vergangenen Jahr gab es eine Leistungsbeschränkung und diesmal wurde die Jahreshauptrevision um rund drei Wochen verlängert. Grund waren die Instandsetzung einer Schweissnaht an einem Notkühlsystem sowie entsprechende Sicherheitsnachweise gegenüber der Aufsichtsbehörde Ensi, schrieb das KKL weiter.

Der 34. Betriebszyklus des KKL dauerte vom 18. Dezember 2017 bis zum Start der Jahreshauptrevision am 17. September 2018, wie es weiter hiess. Die Gesamtleistung des Reaktors war in dieser Zeit auf durchschnittlich 86 Prozent limitiert. Der laufende Betriebszyklus startete am 2. November und soll planmässig bis zur nächsten Jahreshauptrevision am 3. Juni 2019 dauern.

2016 waren an einzelnen Brennstäben Befunde festgestellt worden. Betroffen waren einzelne, frisch eingesetzte Brennelemente an bestimmten Positionen im Reaktorkern. Seither wird das KKL mit einer reduzierten Leistung betrieben, was auch im laufenden Betriebszyklus fortgesetzt wird.

Das Unternehmen wiederholte die bereits im November gemachten Angaben zum Stand der Untersuchung. Demnach handelt es sich bei den Befunden um reine Ablagerungen. Die physikalischen und wasserchemischen Vorgänge, die bei der Entstehung der Ablagerungen eine Rolle spielen, würden gegenwärtig noch abschliessend untersucht.

Das Kernkraftwerk Leibstadt gehört den Energieunternehmen AEW Energie (5,4%), Alpiq (27,4%), Axpo Power (22,8%), Axpo Solutions (16,3%), BKW (14,5%) und CKW (13,6%).