"Wir müssen dafür kämpfen, dass Globalisierung und Digitalisierung nicht nur Profit für die Wirtschaft abwerfen, sondern dass auch alle Arbeitnehmenden von den Chancen dieses Wandels profitieren können", sagte Kerst bei seiner Wiederwahl laut Medienmitteilung. Er steht seit 2014 an der Spitze der mit 60'000 Mitgliedern zweitgrössten Gewerkschaft der Schweiz.

Die 350 Delegierten von Syna verabschiedeten am ersten Kongresstag zudem die erste von insgesamt vier Resolutionen. Angesichts der guten Wirtschaftslage fordert die in den Sektoren Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen tätige Gewerkschaft für das kommende Jahr generelle Lohnsteigerungen um 2 bis 3 Prozent.

Weiter appelliert die Syna an die Politik, endlich die Lohndiskriminierung der Frauen in der Schweiz mit konkreten Massnahmen bekämpfen. Ferner verlangt die Gewerkschaft mehr Schutz vor Lohndumping, vor Gratisarbeit und vor politischen Begehren, welche die Gesundheit der Arbeitnehmer gefährden.

Die Flankierenden Massnahmen müssten zwingend eine rote Linie bleiben, heisst es im Communiqué weiter. "Es darf nicht sein, dass die Arbeitnehmenden allein den Preis für unsere guten Beziehungen mit der EU bezahlen sollen."