Währungskrise

Argentinien will in Wirtschaftskrise Ministerien schliessen

Der argentinische Finanzminister Nicolas Dujovne will am Montag Schritte zur Eindämmung der Krise vorstellen. (Archivbild)

Der argentinische Finanzminister Nicolas Dujovne will am Montag Schritte zur Eindämmung der Krise vorstellen. (Archivbild)

Argentiniens Präsident Mauricio Macri will laut Medienberichten angesichts des rasanten Verfalls der Landeswährung Peso mehrere Ministerien abschaffen.

Die Zeitung "La Nacion" berichtete am Sonntag unter Berufung auf Regierungskreise, 13 Ministerien sollen geschlossen oder mit anderen zusammengelegt werden, die Zeitung "Clarin" sprach von zehn Ministerien. Betroffen seien die Ressorts Wissenschaft, Kultur, Energie, Landwirtschaft und Tourismus. Regierungssprecher waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Seit Jahresbeginn hat der Peso fast 54 Prozent an Wert verloren. Er steht vor allem wegen der hohen Inflationsrate und der schwachen Wirtschaftsentwicklung unter Druck. Argentinien hat zudem mehr als 200 Milliarden Dollar Schulden im Ausland.

Am Montag will Finanzminister Nicolas Dujovne Schritte zur Eindämmung der Krise vorstellen. Damit soll das Haushaltsdefizit gesenkt werden, um die Regierung weniger abhängig von den Kreditmärkten zu machen.

Die Hoffnungen ruhen zudem auf dem Internationalen Währungsfonds. IWF-Chefin Christine Lagarde und Dujovne wollen sich am Dienstag treffen, um Gespräche über eine vorzeitige Auszahlung von milliardenschweren Hilfen voranzubringen.

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