Im Vergleich zum Dezember bedeutet dies einen Zuwachs um 1,4 Prozent, im Vergleich zum Januar 2012 um 10,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit nähert sich damit dem historischen Hochstand vom Januar 1997. Damals waren knapp 3,2 Millionen Menschen in Frankreich ohne Beschäftigung.

Im Januar waren in Frankreichs Arbeitsämtern 43'900 Arbeitslose mehr gemeldet als im Dezember. Davon entfallen laut dem Arbeitsministerium aber 21'100 auf einen statistischen Effekt, der auf eine Änderung der Regeln zur Festlegung der Arbeitslosigkeit zurückzuführen ist.

Vorsichtigere Töne Hollandes

Präsident François Hollande hat 2013 zum Jahr der "grossen Schlacht für Arbeit" erklärt und unter anderem in seiner Neujahrsansprache bekräftigt, bis Ende des Jahres den Anstieg der Arbeitslosigkeit stoppen und den Trend umkehren zu wollen.

Vergangenen Samstag äusserte er sich angesichts neuer Prognosen zum Wirtschaftswachstum dagegen vorsichtiger und knüpfte er die Wende am Arbeitsmarkt an die Bedingung, dass es schon früher einen wirtschaftlichen Aufschwung gibt als erwartet. Allgemein wird mit einem Aufschwung erst ab 2014 gerechnet.

Die EU-Kommission hat Frankreich in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick ein Wachstum von nur 0,1 Prozent in diesem Jahr vorhergesagt. Bislang hatte die Regierung in Paris auf ein Wachstum von 0,8 Prozent gesetzt. Die Arbeitslosigkeit dürfte laut EU-Kommission weiter ansteigen, in diesem Jahr auf 10,7 Prozent und 2014 sogar auf 11 Prozent.