Karton

Arbeiter blockieren Kartonfabrik Deisswil

Ein Bagger schiebt Papier und Karton in die Sammelstelle beim Fabriksgebäude der Firma Karton Deisswil (Archiv)

Ein Bagger schiebt Papier und Karton in die Sammelstelle beim Fabriksgebäude der Firma Karton Deisswil (Archiv)

Der Streit um den Sozialplan für die Belegschaft der stillgelegten Kartonfabrik Deisswil verschärft sich: Arbeiter haben Blockaden aufgebaut und verhindern so die Anlieferung von Altpapier.

Geschäftsführer Stephan Schneider bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Berner Zeitung". Die Karton-Maschinen in Deisswil stehen zwar schon seit Anfang April still, doch wurden seither die laufenden Abnahmeverträge für Altpapier noch erfüllt.

Das ist nun nicht mehr möglich, denn die Blockade verhindert, dass Altpapier angenommen und Material von Deisswil weggeführt werden kann. Etwa 20 Mitarbeiter wollen laut dem Zeitungsbericht dafür sorgen, dass dies so bleibt.

Um eine weitere Eskalation zu verhindern, verzichtet die Geschäftsleitung einstweilen auf juristische Schritte. "Im Vordergrund steht weiterhin die Gesprächsfindung mit den Arbeitnehmern", erklärte Schneider gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Mit der Blockade wollen die Gewerkschaft Unia und die Belegschaft Druck auf die laufenden Sozialplan-Verhandlungen machen. Bislang sei nur über Modalitäten, aber nicht konkret über Geld gesprochen worden, werfen sie der Geschäftsführung und dem Besitzer, dem österreichischen Mayr-Melnhof-Konzern, vor.

Durch die Schliessung der Kartonfabrik verloren 253 Menschen ihre Stelle.

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