VFAS-Präsident Roger Kunz wird in einer Mitteilung vom Freitag mit den Worten zitiert, Hyundai torpediere "mit gezielten Aktionen" Importe in die Schweiz. Damit verstosse der Autoproduzent gegen Erlasse der Wettbewerbshüter gegen vertikale Abreden beim Kraftfahrzeughandel. Das Ziel sei, den Wettbewerb zu behindern und höhere Preise durchzusetzen.

Der Verband sieht konkret drei Verstösse: Hyundai klage gegen Exporteure aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sowie Schweizer Importeure, um diese an der Ein- und Ausfuhr von Fahrzeugen zu hindern; das Unternehmen nutze missbräuchlich Marken- und Patentrechte, um den Schweizer Markt abzuschotten; und Hyundai verweigere Garantieleistungen, wenn Fahrzeuge nicht über den Importmonopolisten gehandelt würden.

Erst Mitte November hatte in einem ähnlichen Fall das Bundesgericht eine Sanktion der Weko gegen BMW bestätigt. Der deutsche Autohersteller muss wegen Wettbewerbsabsprachen eine Rekordbusse von 157 Millionen Franken bezahlen.