American Airlines ordert 460 Kurz- und Mittelstreckenjets und sichert sich Optionen auf 465 weitere Maschinen, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Einen Auftragswert nannte die Gesellschaft nicht, überschlagsmässig kommt alleine die Festbestellung nach Listenpreisen auf 40 Mrd. Dollar.

Bei derart grossen Aufträgen sind aber satte Rabatte üblich. Um die Riesenbestellung stemmen zu können, mussten die Hersteller American Airlines denn auch mit einer Finanzierung von 13 Mrd. Dollar durch Leasingabkommen unter die Arme greifen - damit seien die ersten 230 Maschinen komplett abgedeckt, schrieb die Airline.

Sparsamere Flugzeuge

Airbus konnte American Airlines mit den neuen, treibstoffsparenden A320neo-Modellen gewinnen, die bereits auf der Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget abgeräumt hatten. Die Flugzeuge sind eine Weiterentwicklung der weit verbreiteten A320-Modellfamilie und sollen dank neugestalteter Tragflächen und neuer Triebwerke 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen.

American Airlines gab 260 Maschinen der A320-Reihe in Auftrag mit 365 Options- und Kaufrechten für weitere Flugzeuge. Bei Boeing bestellte American Airlines 200 Boeing 737 mit der Option für weitere 100 Flugzeuge dieses Typs.

Die ersten Flugzeuge sollen 2013 an American Airlines ausgeliefert werden - dann allerdings noch die bisherigen Airbus- und Boeing-Modelle. Die sparsameren Nachfolger werden gerade erst entwickelt. Die letzten der festen Bestellungen sollen 2022 an den Start gehen.

"Binnen fünf Jahren" werde American Airlines "die jüngste und spritsparendste Flotte" unter den US-Wettbewerbern haben, erklärte American-Airlines-Chef Gerard Arpey. Das senke drastisch die Treibstoff- wie auch Betriebskosten und erhöhe damit die finanzielle Flexibilität.