Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) zieht sich überraschend aus dem Geschäft mit der Altenbetreuung zurück. Die Geschäftsgruppe Tertianum «Leben im Alter», zu der neben rund 80 anderen auch der Betrieb am Fussballstadion St. Jakob-Park gehört, soll verkauft werden. Mit dem Erlös will die Gesellschaft ihr Kerngeschäft – die Liegenschaftenentwicklung – stärken.

Swiss Prime Site könne mit der Tertianum-Gruppe zu wenig Synergien heben, begründete Konzernchef René Zahnd den Verkaufsbeschluss gestern. Mit dem Verkaufserlös sollen die Bilanz gestärkt und das Kerngeschäft ausgebaut werden. Dies erlaube auch ein Wachstum des Entwicklungsgeschäfts ohne Kapitalerhöhung, sagte Zahnd. Der Verkauf sollte im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden können.

Swiss Prime Site behält die Immobilien

Vom Verkauf betroffen ist aber nur das operative Geschäft. «Die Immobilen bleiben bei uns», sagte Verwaltungsratspräsident Hans Peter Wehrli. Dazu, wie viel aus dem Tertianum Verkauf zu erwarten ist, wollte er nichts sagen.

In der «Residenz St. Jakob-Park» befinden sich rund hundert Appartements.