Die Höhe der Stellenreduktion gab ein Alpiq-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda nicht bekannt. Ob es zu Entlassungen komme, sei offen, sagte der Sprecher.

Die Prognose für den Jahresabschluss begründete Alpiq unter anderem mit der 35-Mio.-Franken-Abschreibung für die Projektkosten für den Bau eines neuen Atomkraftwerks im solothurnischen Niederamt. Dort befindet sich das Werk Gösgen.

Belastend wirkten zudem die Entwicklung der Preise und der Währungen. Eine nachhaltige Erholung zeichnet sich gemäss dem Unternehmen erst mittelfristig ab.

Kosten werden überprüft

Nun überprüft Alpiq die Kosten. Der Konzern will seine Investitionen konzentrieren sowie ausgewählte Unternehmensbestandteile verkaufen, darunter die Heidelberger Alpiq Anlagentechnik Gruppe (AAT), wie es heisst. Die AAT zählt rund 5000 Mitarbeiter und ist international tätig.

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Anfragen für AAT gegeben, sagte der Finanzchef von Alpiq, Kurt Baumgartner. Entsprechend zuversichtlich sei er bezüglich des Verkaufs. "Wir erwarten einen Preis deutlich über Buchwert", so Baumgartner.

Als weitere Massnahme legt Alpiq die Geschäftsbereiche "Energie West-Europa" und "Energie Zentral-Europa" unter dem Namen "Energie International" zusammen. Der Energiekonzern will sich künftig auf sein angestammtes Geschäft konzentrieren. Dies umfasst die Erzeugung, Optimierung, Handel und Vertrieb von Energie sowie Erbringung von Energiedienstleistungen.

"Wir wollen in den Kernbereichen mehr investieren", sagte Baumgartner. Bisher konzentriere sich Alpiq auf Wind- und Wasserkraft, das Potenzial von Solarthermie und Photovoltaik werde derzeit geprüft.

Der Umsatz von Alpiq sank letztes Jahr um 4,8 Prozent auf 14,1 Mrd. Franken. Der Gewinn verringerte sich um 4,6 Prozent auf 645 Mio. Franken. Die Halbjahreszahlen 2011 legt Alpiq am 19. August vor.