Energie

Alpiq schnappt sich die Helion Solar

Die Monteure der Helion Solar AG haben alle Hände voll zu tun. Heute gilt dieFirma als Marktführerin im Bereich Photovoltaikanlagen. Archiv

Die Monteure der Helion Solar AG haben alle Hände voll zu tun. Heute gilt dieFirma als Marktführerin im Bereich Photovoltaikanlagen. Archiv

Der Oltner Energiekonzern Alpiq expandiert im Solargeschäft. Zu einem nicht genannten Preis hat er die Luterbacher Firma Helion Solar übernommen. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Der Oltner Energiekonzern Alpiq setzt seine neue Strategie zügig um. Diese sieht vor, nicht nur im Kerngeschäft Stromproduktion, sondern vor allem bei den Dienstleistungen im Energiebereich weiterzuwachsen. Vor wenigen Tagen gab Alpiq den Kauf der Liestaler Irel AG, Spezialistin für Gebäudeautomation und Energietechnologie, bekannt.

Am Dienstag folgte der nächste Schritt. Alpiq übernimmt die Helion Solar AG mit Hauptsitz in Luterbach. Die Helion AG, erst 2008 gegründet, ist heute nach eigenen Angaben Marktführerin bei der Planung, Realisierung und Wartung von Photovoltaik- und Energiespeicheranlagen. Sie beschäftigt rund 90 Festangestellte, davon 25 am Hauptsitz und die übrigen an weiteren sieben Standorten in allen Regionen der Schweiz. Die Firma soll in den Geschäftsbereich Alpiq In Tec integriert werden.

Damit wolle man die Marktpräsenz in der Photovoltaik verstärken, erläutert Firmensprecherin Anita Binder. Alpiq sei bereits die Nummer eins in der Gebäudetechnik, und die Solartechnik gehöre inzwischen auch dazu. «Wir können so im Solargeschäft expandieren.» Alpiq könne sich mit Helion neue Märkte im Bereich der Energieeffizienz und Installation erneuerbarer Energien erschliessen. Die Akquisition passe in die Strategie von Alpiq. «Wir können den Schweizer Markt mit lokaler Präsenz nahe am Kunden für den Bereich Installationen von Photovoltaikanlagen und Hausbatterien erschliessen», heisst es in der Mitteilung.

Der Geschäftsbereich Alpiq In Tec ist landesweit mit 80 Standorten vertreten und aus der ehemaligen Atel Installationstechnik AG entstanden. Die Gruppe mit mehreren Tochterfirmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 4600 Angestellte und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1.1 Mia. Franken. Die Helion Solar ihrerseits erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 40 Mio. Franken, wie Co-Chef Noah Heynen erklärt: «Der Verkauf an einen starken und schweizweit präsenten Partner ist für die Weiterentwicklung des noch jungen Unternehmens sinnvoll.»

Die Helion Solar AG war bisher zu je einem Drittel im Besitz der beiden Firmengründer Noah Heynen und Samuel Beer sowie der AEK Energie AG Solothurn. Letztere hatte den Anteil im Herbst 2012 erworben. Auch nach der Übernahme durch Alpiq halten die Gründer weiter Minderheitsanteile, sagt Noah Heynen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Nach dem starken Wachstum der Helion passe die Unternehmung strategisch besser zum Grosskonzern Alpiq als zum regional ausgerichteten Versorger AEK, erklärt AEK-Sprecherin Pia Daumüller. Die Minderheitsbeteiligung hätte in der neuen Konstellation keinen Sinn mehr gemacht. Entscheidend sei, dass man weiterhin eng mit Helion Solar im Bereich Photovoltaik zusammenarbeiten werde, sagt Daumüller. So oder so bleiben alle Beteiligten miteinander verknüpft. Alpiq ist nämlich mit rund 39 Prozent an der AEK beteiligt und damit neben der BKW (rund 40 Prozent) der grösste Aktionär.

Die Helion Solar werde als eigenständige Firma in die Alpiq In Tec integriert, erklärt Sprecherin Binder. Alle Arbeitsplätze und die Strukturen der Firma würden erhalten und sie werde auch ihren Namen behalten. Das bestätigt Firmen-Mitgründer Heynen: «Alpiq In Tec profitiert mit der Übernahme von Helion Solar vom grossen Fachwissen der Mitarbeitenden auf dem Gebiet von Photovoltaikanlagen in der ganzen Schweiz.»

Meistgesehen

Artboard 1