Der operative Gewinn fiel um 9,1 Prozent auf 166,6 Millionen Franken, wie der zum deutschen Allianz-Konzern gehörende Versicherer am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Angesichts der tiefen Zinsen habe Allianz Suisse die Zinsreserven verstärkt, um die Leistungsversprechen gegenüber den Kunden jederzeit gewährleisten zu können.

Zudem zeigte sich der Versicherer im Lebenversicherungsgeschäft zurückhaltend. So wurden der Verkauf von traditionellen Einmaleinlage- und Rentenprodukten zeitweise geschlossen sowie die Verzinsungen dem Tiefzinsniveau angepasst. Aus diesem Grund gingen im Lebengeschäft die Prämieneinnahmen um 2,6 Prozent auf 1,46 Milliarden Franken zurück.

Der operative Gewinn im Lebengeschäft fiel gar um 14,4 Prozent auf 43,4 Millionen Franken. Der Fokus liege auf Neugeschäft, das auch bei nachhaltig tiefen Zinsen eine positive Marge gewährleistet, erklärte Allianz-Suisse-Finanzchef Stefan Rapp. Den Rückgang der Prämien habe man bewusst in Kauf genommen.

Höher Kosten durch Unwetterschäden

In der Sachversicherung blieben die Prämien indes stabil bei 1,34 Milliarden Franken (plus 0,2 Prozent). Die zahlreichen Unwetter wie das Sturmtief "Niklas" im März oder die schweizweiten Hagelzüge im Mai und im Juni hätten zu versicherten Schäden von 20 Millionen Franken geführt. Das sei mehr als doppelt soviel wie im schadenarmen Vorjahressemester.

In der Folge verschlechterte sich das Verhältnis von Schadenleistungen und administrativem Aufwand zum Prämienvolumen (Combined Ratio) von 90,4 auf 91,3 Prozent. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel. Der operative Gewinn in der Sachversicherung fiel um 7,3 Prozent auf 117 Millionen Franken.

"Mit unserem Geschäftsergebnis liegen wir im Rahmen unserer Erwartungen", wird Allianz-Suisse-Chef Severin Moser zitiert.