Hauptgrund war die Verbesserung im nicht-operativen Geschäft, getrieben vom Aufschwung an den Börsen und den weggefallenen Belastungen durch das mittlerweile an die Commerzbank verkaufte Sorgenkind Dresdner Bank.

Die Allianz trennte sich auch von Anteilen an der chinesischen Bank ICBC. Analysten schätzen den Buchgewinn für die Transaktion auf rund 700 Mio. Euro. Zudem wurde die Beteiligung am Nivea-Konzern Beiersdorf weitgehend abgebaut.

Insgesamt erhöhte sich das nicht-operative Ergebnis auf 548 Mio. Euro nach 156 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 3 Prozent auf 22,2 Mrd. Euro.

In der Schaden- und Unfallversicherung litt die Allianz im zweiten Quartal unter den Folgen der Wirtschaftskrise, Unwetterschäden und einer Reihe von Grossschäden in Frankreich. Auch das schwere Erdbeben in den italienischen Abruzzen belastete den Versicherer. Das operative Ergebnis der Sparte halbierte sich auf 895 Mio. Euro.

Trotz des Milliardengewinns wagt der Versicherer, der rund 1,1 Billionen Euro für sich und seine Kunden anlegt, keine Prognose für das Gesamtjahr. Allianz-Chef Michael Diekmann liess aber durchblicken, dass er sich auf schwierigere Geschäfte einstellt.