Soll der Staat die Grossbanken im Stich lassen? Ruedi Dellenbach, Chef der Aargauischen Kantonalbank, sagt klar Nein: «Es wäre ein zu grosses Risiko für die Schweiz, wenn man die UBS gegen die Wand fahren liesse».

Bankenexperte und Bestseller-Autor René Zeyer sieht das ganz anders: «Es ist eine Fiktion, dass alles zusammenbricht, wenn die UBS Pleite geht.» Man solle der UBS daher den Schwarzen Peter zurückschieben, wie der der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller fordert.

AKB-Chef für Abspaltung des Investmentgeschäfts

Zeyer, der mit seinen Büchern «Bank, Banker und Bankrott» und «Zaster und Desaster» zwei Bestseller landete, und der AKB-Chef diskutieren heute Abend in der Talksendung «Duell Aktuell» über den Fall UBS.

Wie soll man die Banken dann sonst zähmen? Der AKB-Chef, der letztes Jahr freiwillig auf einen Fünftel seines Bonus verzichtet hat, unterstützt hier die Idee des US-Präsidenten Obama. Dieser will, dass man Zukunft das risikoreiche Investmentbanking vom traditionellen Bankgeschäft trennt. «Es war ein Fehler, dass man diese Trennung 1999 aufgehoben hatte», sagt Dellenbach. Den Eigenhandel der Banken aber ganz zu verbieten, so wie das Obama ebenfalls vorschlägt, geht Dellenbach aber zu weit.

Im weiteren fordert Dellenbach ein Boniverbot für Investmentbanker, solange die Bank rote Zahlen schreibt. (som)