Luftverkehr

Airbus setzt auf US-Markt: Bald auch A220-Jets aus Alabama

Der Flugzeugbauer Airbus will mit einer neuen Produktionslinie in den USA mehr US-Airlines als Käufer für seine A220 gewinnen, die auch bei der Swiss im Einsatz sind. (Archiv)

Der Flugzeugbauer Airbus will mit einer neuen Produktionslinie in den USA mehr US-Airlines als Käufer für seine A220 gewinnen, die auch bei der Swiss im Einsatz sind. (Archiv)

Der Flugzeugbauer Airbus will mit einer neuen Produktionslinie in den USA mehr US-Airlines als Käufer für seine Maschinen gewinnen. In Mobile im Bundesstaat Alabama sollen künftig jährlich bis zu 48 Exemplare des kleinsten Airbus-Jets A220 fertig werden.

Dies kündigte das Management um den scheidenden Vorstandschef Tom Enders bei der Grundsteinlegung am Mittwoch an. "Nordamerika ist der grösste Markt für die A220", sagte der Manager. Durch die neue Produktionslinie sollen 400 neue Jobs entstehen. Der Flugzeugmarkt in den USA wird bisher vom weltgrössten Flugzeugbauer Boeing dominiert.

In Mobile fertigt Airbus bereits seit einigen Jahren seinen Mittelstreckenjet A320 und dessen Neuauflage A320neo, inzwischen mit gut 900 Mitarbeitern. Die Produktion der A220 soll bereits Ende 2019 anlaufen, der erste Jet Mitte kommenden Jahres ausgeliefert werden.

Bombardier überhebt sich

Die A220 ist kein originärer Airbus-Jet. Entwickelt wurde er vom kanadischen Bombardier-Konzern unter dem Namen C-Serie. Unter den ersten Käufern war die Swiss. Weil sich Bombardier mit dem Projekt finanziell verhoben hatte, übernahm Airbus vergangenen Sommer den Flugzeugtyp und benannte ihn um.

Airbus hält gut die Hälfte der Anteile an dem A220-Gemeinschaftsunternehmen, den Rest teilen sich Bombardier und die kanadische Provinz Quebec. Die Partner teilen sich auch die Investitionssumme für von 300 Millionen US-Dollar für die neue Produktionslinie.

Bisher wird die A220 im gemeinsamen Werk von Airbus und Bombardier im kanadischen Mirabel gefertigt. Dort soll die Produktion künftig auf bis zu 120 Maschinen pro Jahr steigen. Im vergangenen Jahr waren es allerdings erst 33 Stück. Angesichts des Auftragsbestands von zuletzt 537 Maschinen des Typs sieht Airbus eine ausreichende Grundlage für den Ausbau der Produktion.

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