Versicherer

AIG muss bei Schuldenabbau Verluste in Kauf nehmen

AIG schreibt weiter Verluste (Archiv)

AIG schreibt weiter Verluste (Archiv)

Der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG verliert weiter Geld. Im Schlussquartal 2009 fiel ein Verlust von 8,9 Mrd. Dollar an, wie das Unternehmen mitteilte. Damit summiert sich das Minus im Gesamtjahr auf 10,9 Mrd. Dollar.

Vor allem die Sanierung führte zu den roten Zahlen: AIG baut seine Schulden und riskanten Anlagen ab - und nimmt dabei auch Verluste in Kauf.

Von den Rekordverlusten des Vorjahres ist AIG allerdings weit entfernt: 2009 machte der Konzern im Schlussquartal ein Minus von 61,7 Mrd. Dollar. So kam es im Gesamtjahr mit 99,3 Mrd. Dollar zum höchsten Verlust, den jemals ein Unternehmen in der US-Geschichte eingefahren hatte.

Das laufende Geschäft stabilisiere sich, liess AIG wissen und verwies auf die sich erholenden Finanzmärkte. Dennoch waren die Börsianer vor den Kopf gestossen: AIG musste seine Risikovorsorge kräftig aufstocken.

"Das ist niemals ein gutes Zeichen", sagte ein Analyst. Vorbörslich fiel der AIG-Aktienkurs um mehr als 12 Prozent. Grösster Aktionär sind mit knapp 80 Prozent die USA.

Die Regierung hatte mehr als 182 Mrd. Dollar in AIG gepumpt, um den Konzern auf dem Höhepunkt der Finanzkrise vor dem Zusammenbruch zu bewahren. AIG ist einer der grössten Lebensversicherer der Welt und der grösste Finanzierer von Flugzeugen.

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