Bauausstatter

AFG Arbonia Forster tief in den roten Zahlen

Eine Produktionsstätte von Forster Küchen (Archiv)

Eine Produktionsstätte von Forster Küchen (Archiv)

Der Bauzulieferer AFG Arbonia Forster hat im Rezessionsjahr 2009 dunkelroten Zahlen verbuchen müssen. Der Reinverlust des Konzerns, der unter anderem Küchen, Sanitäreinrichtungen, Fenster und Türen herstellt, beläuft sich auf 22,5 Mio. Franken.

Hauptgrund für den Verlust sind einerseits ein Abschreiber in der Höhe von 15,5 Mio. Fr. auf der britischen Duschkabinenherstellerin Aqualux, die AFG 2007 übernommen hatte. Anderseits hat AFG auch in der Geschäftssparte Oberflächentechnologie Wertberichtigungen auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte in der Höhe von 18,2 Mio. Fr. vornehmen müssen.

In ihrem Communiqué spricht die Bauzuliefergruppe dennoch davon, sich 2009 in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld gut geschlagen zu haben. Der Umsatz sank wie bereits bekannt um 11,9 Prozent auf 1,384 Mrd. Franken. Deutschland und die Schweiz hätten sich dabei als verlässliche Stützen des Geschäfts erwiesen, wogegen die Umsätze in Russland, Polen, der Slowakei, Grossbritannien und Italien serbelten.

Korrigiert um die Abschreibungen hätte aus dem operativen Geschäft ein "befriedigender" Gewinn von 43 Mio. Fr. resultiert, teilte AFG mit. Der tatsächliche Betriebsgewinn (EBIT), also inklusive den Millionenabschreiber, betrug hingegen lediglich 7,7 Mio. Franken. 2008 belief sich dieser noch auf 86,6 Mio. Franken.

Angesichts der dunkelroten Zahlen beantragt der Verwaltungsrat, auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten. An der Generalversammlung im April entscheiden die AFG-Aktionäre zudem über die Einführung einer Einheitsaktie, wodurch das jetzige Firmenoberhaupt Edgar Oehler die Kontrollmehrheit über den Konzern verlieren wird.

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