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Affichage klagt gegen frühere Geschäftspartner in Griechenland

Affichage fühlt sich irregeführt (Archiv)

Affichage fühlt sich irregeführt (Archiv)

Das Werbeunternehmen Affichage klagt gegen seine ehemaligen Geschäftspartner in Griechenland. Beim Einstieg ins griechische Geschäft ab 2005, das sich inzwischen als riesige Problemquelle erwiesen hat, soll das Genfer Unternehmen über den Tisch gezogen worden sein.

Das Werbeunternehmen Affichage klagt gegen seine ehemaligen Geschäftspartner in Griechenland. Beim Einstieg ins griechische Geschäft ab 2005, das sich inzwischen als riesige Problemquelle erwiesen hat, soll das Genfer Unternehmen über den Tisch gezogen worden sein.

Die Klagen richten sich gegen den Geschäftsmann Philip Vrionis und dessen Familie und lauten auf "Betrug und Irreführung", wie Affichage am Montag bekannt gab. Vrionis habe mit falschen Angaben einen zu hohen Kaufpreis erschwindelt, sagte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur SDA.

"Faktisch hat Affichage viel zu viel bezahlt", sagte der Sprecher. Affichage habe nun genügend Handhabe, um rechtlich gegen gegen die Ex-Geschäftspartner vorzugehen: "Die Tatbestände lassen diesen nun Schritt zu", sagte der Sprecher weiter. Am 25. Mai war dazu den Aktionären ein interner Bericht vorgestellt worden.

Ins Visier gerät auch ein ehemaliges Affichage-Geschäftsleitungsmitglied. Gegen die Managerin, die inzwischen nicht mehr bei Affichage arbeitet, hat der Verwaltungsrat eine Verantwortlichkeitsklage eingereicht. Diese stehe im Zusammenhang mit dem Griechenland-Geschäft, es gebe aber auch "weiterführende Untersuchungen", wurde mitgeteilt.

Schwieriges Geschäft

Das griechische Geschäft hat sich für Affichage als desaströs erwiesen. Über die letzten Jahre hat es dem Unternehmen 100 Mio. Fr. an Abschreibern eingebrockt.

Nicht nur das undurchsichtige Geschäftsgebahren der griechischen Partner, sondern auch politische Unruhen und ein umstrittenes Verbot für Tabakwerbung haben dem Unternehmen schwer zugesetzt. 2009 schwoll der Verlust in Griechenland von 11,4 auf 86,3 Mio. Fr. an. Das Gesamt-Unternehmen musste 2009 einen Reinverlust von 59,1 Mio. Fr. hinnehmen.

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