Tourismus

Ägypten droht mit Aufhebung des visafreien Reisens

Ägyptens Tourismus könnte noch stärker unter Druck kommen aufgrund einer neuen Visa-Praxis (Symbolbild)

Ägyptens Tourismus könnte noch stärker unter Druck kommen aufgrund einer neuen Visa-Praxis (Symbolbild)

Dem ägyptischen Fremdenverkehr droht ein weiterer Rückschlag: Die Übergangsregierung will die Möglichkeit abschaffen, das nötige Visum bei der Einreise am Flughafen zu erwerben.

Einen diesbezüglichen Beschluss habe das Kabinett bereits vor zwei Tagen gefasst, berichteten ägyptische Medien am Samstag. Eine Ausnahme solle nur für jene Touristen gelten, die an Gruppenreisen teilnehmen.

Der Fremdenverkehr in Ägypten wurde bereits durch den Umsturz in diesem Februar und die danach immer wieder aufflammenden Unruhen in Mitleidenschaft gezogen. Experten sprechen von Einbussen von bis zu 40 Prozent.

Noch ist nicht klar, ab wann die neue Verschärfung der Einreisebestimmungen in Kraft tritt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde die Regelung am Samstag auf dem Flughafen Kairo noch nicht umgesetzt. Die Regierung führte als Begründung für die Massnahme "Sicherheitserwägungen" an.

Vertreter der ägyptischen Tourismusbranche kritisierten das Vorhaben scharf. "Dies wird nicht nur dem Fremdenverkehr in Ägypten schaden, sondern auch dem Image eines stabilen Landes", zitierten Medien in Kairo den Vorsitzenden der ägyptischen Fremdenverkehrswerbung, Amr al-Issabi.

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