Damit hätten sich die düsteren Prognosen vor einem halben Jahr nicht bewahrheitet, sagte er weiter.

Denner habe die Konkurrenz der beide deutschen Billig-Anbieter Lidl und Aldi weniger stark gespürt als angenommen. "Jeder Baum wirft Schatten", sagte Gaydoul. Denner und Aldi würden sich auch eher ergänzen. "Bei Lidl ist es anders. Lidl befindet sich immer noch im Aufbau punkto Preispolitik und Sortiment. Es wäre falsch, jetzt schon ein Urteil über Lidl zu fällen."

Die Preis-Attacken von Lidl auf die Markenprodukte machen sich hingegen bereits jetzt bemerkbar. "Diese Preissenkungen müssen wir leider vorübergehend selber finanzieren. Wir befinden uns aber in den Jahresendgesprächen mit den Herstellern - und dieser Punkt wird zuallererst thematisiert", so der Denner-Chef. Die Preissenkungen von Migros hingegen hätten keinen Einfluss gehabt.

Denner gehört seit 2007 mehrheitlich der Migros. Philippe Gaydoul wird den Chef-Posten Ende Jahr nach elf Jahren an Peter Bamert übergeben, bleibt aber als Verwaltungsratspräsident des Unternehmens. Zudem gehört ihm die Beteiligungsgesellschaft Gaydoul Group.

Diese ist Besitzerin der Schuhmarke Navybood und der Strumpfmode-Kette Fogal. Zukäufe sind geplant. "Wir schauen uns weiterhin im In- und Ausland um. In den letzten zwölf Monaten haben wir uns rund 300 Firmen angesehen."