Teuerung

Absturz der Ölpreise drückt deutsche Inflation auf Niveau von 2009

Der tiefe Ölpreis drückt die deutsche Inflation auf das Niveau von 2009. (Archiv)

Der tiefe Ölpreis drückt die deutsche Inflation auf das Niveau von 2009. (Archiv)

Die Inflation in Deutschland ist 2015 auf den tiefsten Stand seit dem Rezessionsjahr 2009 gesunken. Vor allem billigeres Öl und günstige Energie sorgten dafür, dass die Konsumentenpreise im Schnitt nur um 0,3 Prozent stiegen.

Das teilte das deutsche Statistische Bundesamt am Montag mit. 2014 lag die Jahresteuerung noch bei 0,9 Prozent, 2013 bei 1,5 Prozent und 2012 sogar bei 2,0 Prozent. Im vergangenen Jahr kostete Energie deutlich weniger, was auch den Autofahrern zugutekam.

Die Jahresteuerung fiel im Dezember auf 0,3 Prozent, nach 0,4 Prozent im November. Von November auf Dezember verbilligten sich Waren und Dienstleistungen sogar durchschnittlich um 0,1 Prozent.

Auch in der gesamten Euro-Zone klettern die Preise kaum noch, was der Europäischen Zentralbank (EZB) Kopfschmerzen bereitet. Denn die EZB spricht nur bei Werten von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen.

Seit März pumpen die Währungshüter über den Kauf von Staatsanleihen Monat für Monat Milliarden in das Finanzsystem. Das mittlerweile auf 1,5 Billionen Euro angelegte Kaufprogramm, das auch Pfandbriefe und Hypothekenpapiere umfasst, soll bis mindestens Ende März 2017 laufen. Ziel ist es, die niedrige Inflation anzuheizen und als Hilfe für die Konjunktur auch die Kreditvergabe anzuschieben.

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