Den Verkauf der Admin-Re-Geschäfte in den USA hatte der Konzern schon Ende Mai bekannt gegeben und dabei über einen zu erwartenden Abschreibungsverlust informiert. Über die Abteilung Admin Re verwaltet der Konzern Leben- und Krankenversicherungsprodukte, die von Erstversicherern nicht mehr verkauft werden.

In der klassischen Rückversicherung übertraf die Swiss Re die Prognosen. So belasteten nur wenig Naturkatastrophenschäden die Kassen des Risikoschutz-Konzerns. Dazu konnte der weltweite Branchenzweite Rückstellungen aus früheren Jahren auflösen.

Auf diese Weise übertraf die Swiss Re auch die Erwartungen der Analysten, die wegen Admin Re einen Verlust erwartete hatten. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten waren im Schnitt von einem Minus von 168 Mio. Dollar ausgegangen.

Die Vertragserneuerungen mit den Kunden in der ersten Jahreshälfte brachten der Swiss Re zudem bessere Einnahmen: Die eingenommenen Prämien stiegen um 14 Prozent auf 6,13 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten etwas weniger tiefere Prämieneinnahmen vorausgesagt.

Der Anteil von Schadenleistungen und Verwaltungskosten am Prämienvolumen (Combined Ratio) betrug im Quartal 85,7 Prozent, womit die Swiss Re die Prognosen ebenfalls übertraf: Die Analysten hatten eine für den Konzern schlechtere Combined Ratio von etwa 90 Prozent vorausgesagt. Im zweiten Quartal 2011 waren das Verhältnis mit 81,4 Prozent allerdings noch besser gewesen.