Nur noch 17,4 Prozent der Befragten stufen Dieselautos aktuell als "eher sympathisch" ein, wie aus einer Umfrage von comparis.ch und dem Marktforschungsinstitut Innofact hervorgeht. Vor der Diesel-Affäre bei VW hatten dies noch 31,5 Prozent der Befragten getan.

Fast alle Befragten (90,5 Prozent) gaben an, schon einmal von der Debatte um Abgasmanipulationen bei Dieselautos gehört zu haben. "Dieselautos sind seit Bekanntwerden von Dieselgate einem permanenten medialen Kreuzfeuer ausgesetzt", wird der Autoexperte von comparis.ch, Harry H. Meier, in der Mitteilung vom Dienstag zitiert. Da erstaune es wenig, dass auch Schweizer Autofahrer "stark verunsichert" seien.

Jeder zweite Befragte (50,4 Prozent) hält zudem Diesel-Fahrverbote auch in der Schweiz für möglich. 51,6 Prozent gehen davon aus, für ihr Dieselauto bei einem allfälligen Verkauf weniger zu erhalten, als dies noch vor dem Abgas-Skandal der Fall gewesen wäre.

Diese Angst scheint nicht ganz unbegründet: 34,1 Prozent der Befragten geben an, seit der Diesel-Affäre weniger für ein Auto mit dieser Antriebsart bezahlen zu wollen. Nur 39,3 Prozent sind bereit, für ein solches Fahrzeug gleich tief in die Tasche zu greifen wie davor.

Zwei von drei Personen (62,4 Prozent) sind davon überzeugt, dass Abgasmanipulationen bei allen Herstellern vorkommen. Und dennoch lag der Marktanteil von Dieselfahrzeugen per Ende 2016 nur 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieselautos machen mehr als 40 Prozent des Schweizer Wagenbestands aus. Die Umfrage wurde Mitte Februar bei 1038 Personen durchgeführt.