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ABB erhält im dritten Quartal ein Fünftel weniger Bestellungen

ABB fährt eine Milliarde Gewinn ein.

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ABB fährt eine Milliarde Gewinn ein.

Beim Anlagenbauer ABB sind die Bestellungen im dritten Quartal 2009 um einen Fünftel auf 7,1 Mrd. Dollar zurückgegangen. Der Umsatz des Elektrotechnik- und Automationstechnologiekonzerns reduzierte sich um 10 Prozent auf 7,91 Mrd. Dollar.

Unter dem Strich verbleibt ein Gewinn von gut 1 Mrd. Dollar, was 12 Prozent über dem Ergebnis der Vorjahresperiode liegt. Der Gewinn wird allerdings durch 380 Mio. Dollar an Rückstellungsauflösungen kräftig angehoben.

Das Betriebsresultat vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigerte der schweizerisch-schwedische Weltkonzern um 10 Prozent auf 1,42 Mrd. Dollar, wie bekannt gegeben wurde. Analysten hatten in etwa mit dem nun vorgelegten Gewinn gerechnet. Beim EBIT übertrifft ABB die Experten-Prognosen.

Insgesamt hat sich der Rückgang bei den Bestellungen im Vergleich mit den Vorquartalen stabilisiert. Während weltweit weiter in die Strominfrastruktur investiert wird, lahmt die Nachfrage aus der Industrie und dem Bausektor.

Ein Strom-Grossauftrag aus Brasilien vermochte die Bestellrückgänge aus den USA zu kompensieren. Auch in Afrika und im Mittleren Osten stieg die Nachfrage. Einbrüche von einem Viertel verzeichnet ABB hingegen in Europa und Asien. Die Erneuerung von Stromnetzen brachte in Europa mehr Aufträge in der Energiesparte, was den Rückgang in anderen Bereichen aber nicht ausgleichen konnte.

Der Auftragsbestand betrug Ende September 26,16 Mrd. Dollar. Das sind 4 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Das Kostenprogramm, mit dem bis 2010 gesamthaft 2 Mrd. Dollar eingespart werden sollen, sei auf Kurs, so ABB. Zwischen Juli und September hätten 500 Mio. Dollar eingespart werden können. Restrukturierungskosten belasteten das dritte Quartal mit ungefähr 40 Mio. Dollar.

In einzelnen ABB-Ländergesellschaften und bei Tochterfirmen sind bereits Stellen im kleineren Umfang abgebaut worden und Werkschliessungen sind ebenfalls im Programm enthalten. Beim Kostenprogramm gehe es aber um Dollars, nicht um Stellen, sagte Finanzchef Michel Demaré vor drei Monaten.

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