Die genauen Beteiligungsverhältnisse unter den neuen Eigentümern werden nicht offengelegt. Klar ist nur: Die im Energiehandel tätige Oel-Pool AG wird künftig eine «deutliche Mehrheit» an de Sede halten. Zudem hat De-Sede-Chefin Monika Walser einen Minderheitsanteil erworben. 

Zum letzten Besitzerwechsel war es erst vor drei Jahren gekommen: 2012 hatte die Oltner Desema Holding die Luxus-Ledermöbelproduzentin de Sede AG gekauft. 2008 hatte der Finanzinvestor Capvis das Unternehmen gekauft. 

Die bisherige Investorengruppe habe den Turnaround bei de Sede ermöglicht, wird Walser in der Meldung zitiert. «Mit der Neuausrichtung der Besitzverhältnisse werden wir die nächsten Schritt in der langfristigen Sicherung unseres Standortes, unserer Produktion und unserer Arbeitsplätze in der Schweiz vollziehen», sagt sie weiter.

Nach mehreren Jahren mit finanziellen Turbulenzen habe sich das Unternehmen stabilisiert und schreibe im laufenden Jahr – operativ – schwarze Zahlen.

Mit der Neuausrichtung der Besitzverhältnisse würden der Produktionsstandort sowie die Arbeitsplätze in der Schweiz langfristig gesichert, heisst es weiter.

Vision von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sind, die eigenen Produkte auf dem weltweiten Markt als genauso typisch schweizerisch zu positionieren wie Uhren oder Schokolade.

Die Oel-Pool AG entstand im Jahr 2002 aus der Brennstoffabteilung der Lagerhäuser Aarau und ist primär im Energiehandel tätig. Daneben beteiligt sie sich gezielt an Unternehmen mit Entwicklungspotenzial. Daniel Sieber, Präsident des Verwaltungsrates der Oel-Pool AG, wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: «Alle unsere Beteiligungen folgen der Strategie, ausschliesslich in kleine, feine und spezialisierte Unternehmungen zu investieren. Die de Sede AG passt perfekt in dieses Portfolio.»