US-Steuersünder

7500 US-Steuersünder haben sich selbst angezeigt

Viele US-Steuersünder haben sich selbst angezeigt (Archiv)

Viele US-Steuersünder haben sich selbst angezeigt (Archiv)

Für die amerikanische Steuerbehörde IRS hat sich die vor allem auf die UBS konzentrierte Jagd nach Steuersündern mit im Ausland versteckten Vermögen gelohnt. Nach Angaben von IRS-Chef Dough Shulman haben sich bisher rund 7500 Personen selbst angezeigt.

Dabei seien Konten in 70 Ländern an den Tag gekommen, sagte Shulman vor Medienvertretern. Darunter seien auch solche mit mehr als 100 Millionen Dollar Vermögen.

Bei den nun freiwillig offengelegten Konten handelt es sich nach Shulmans Angaben unter anderem um ererbte Vermögen, Geld aus internationalen Geschäftstransaktionen und versteckte Gewinne aus der amerikanischen Wirtschaft.

In US-amerikanischen Anwaltskreisen hiess es, der grösste Teil der Selbstanzeigen dürfte von Personen gekommen sein, die ihr Vermögen bei der UBS gehalten hatten. Aber es gebe auch Kunden von Credit Suisse, HSBC Holdings und anderen Banken.

Die UBS hatte zuletzt ihren US-Kunden mit unversteuerten Geldern zur Selbstanzeige geraten und darauf hingewiesen, dass ihre Namen an die amerikanischen Behörden übergeben werden könnten. Das habe die Zahl der Selbstanzeigen noch einmal ansteigen lassen, erklärten Anwälte.

Bis Ende September hatten sich etwa 3000 Personen freiwillig bei der Steuerbehörde gemeldet. Die Frist für die Amnestie war vom 23. September bis zum 15. Oktober verlängert worden.

Im Rahmen des im August abgeschlossenen Steuervergleichs mit den USA mussten die Schweizer Regierung und UBS zusagen, den amerikanischen Behörden binnen eines Jahres die Namen von rund 4500 Kunden zu übergeben, die der Steuerhinterziehung verdächtigt werden. Die UBS hatte von der Schweiz aus schätzungsweise 52'000 Konten amerikanischer Kunden geführt.

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