Flugverkehr

39 Swiss-Flüge abgesagt, 3000 Passagiere betroffen: Was ist da schon wieder los?

Vor einer Woche gegroundet: Die A220-Flotte der Swiss. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Vor einer Woche gegroundet: Die A220-Flotte der Swiss. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Eine Woche nach dem Teil-Grounding der Swiss-Flotte, hiess es gestern und heute 39 Mal auf der Anzeigetafel: „Cancelled“. Bereiten die A220-Flugzeuge erneut Probleme? Die Airline nennt andere Gründe.

Vor einer Woche musste die Swiss einen Drittel ihrer Flotte am Boden lassen. 29 Maschinen des Typs A220 (ehemals C-Series genannt) wurden einer Sonderprüfung unterzogen, nachdem es zuvor zu drei Zwischenfällen gekommen war mit technischen Problemen bei den Triebwerken. Über 10‘000 Passagiere waren von der Massnahme betroffen. Schon einen Tag später konnte der Flugbetrieb aber wieder regulär aufgenommen werden, bei den Flugzeugen konnten keine Mängel ausfindig gemacht werden.

Doch droht nun ein Rückschlag? Zwei Leser-Reporter von CH Media melden, dass gestern und heute mehrere Swiss-Flüge abgesagt wurden, darunter auch mehrere mit A220-Maschinen. Die Swiss bestätigt die Annullationen auf Anfrage. Laut einer Sprecherin mussten gestern und heute 39 Hin- und Rückflüge gestrichen werden. In dieser Zahl sind auch Ausfälle inbegriffen, die zum Beispiel als Folge eines gestrichenen Hinflugs resultierten, also nicht direkt mit dem Wetter oder einem technischen Problem zu tun haben. 3000 Passagiere sind insgesamt betroffen.

Drei Blitzeinschläge und ein Vogelschlag

Laut der Swiss-Sprecherin handelt es sich bei den zahlreichen Annullationen gestern und heute um eine unglückliche Häufung von Zufällen. So sei es unter anderem zu drei Blitzeinschlägen gekommen, zwei in Genf und einer in Palma de Mallorca, sowie zu einem Vogelschlag. In solchen Fällen sind längere technische Checks die Folge. Die Hauptursache sei aber das Wetter gewesen, da an vielen europäischen Flughäfen die Sicht zu gering war oder Gewitter herrschten wie zum Beispiel in der Region Spanien.

Hinzu gekommen sind laut der Swiss-Sprecherin auch technische Unregelmässigkeiten. „Diese stehen aber nicht mit der Triebwerksthematik von letzter Woche in Verbindung.“ Leider könne es bei durchschnittlich 470 Flügen pro Tag zu solch unglücklichen Häufungen von Zufällen kommen.

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