Weitere 1300 Stellen seien von einem Umbau der Software-Entwicklung betroffen. Ins rumänische Cluj hatte Nokia 2008 die Produktion aus dem deutschen Werk in Bochum verlagert. Das hatte damals für heftige Kritik in Deutschland gesorgt.

Nokia-Chef Stephen Elop erklärte im finnischen Espoo, die Einschnitte beim Personal seien "schmerzhaft, aber notwendig". Die geplanten Veränderungen machten Nokia zu einem dynamischeren und effizienteren Wettbewerber.

Der nach Volumen weltweit nach wie vor grösste Mobiltelefonhersteller kämpft zurzeit mit massiven Problemen. Er hat auf dem boomenden Smartphone-Markt den Anschluss an Konkurrenten wie Apple oder Samsung verloren und massiv Marktanteile eingebüsst. Bereits im April hatte Nokia in einem ersten Schritt den Abbau von 4000 Stellen angekündigt.

Nokia und Siemens stützen Geld in NSN

Ebenfalls am Donnerstag wurde bekannt, dass Nokia und die deutsche Siemens eine Milliarde Euro in ihre schlingernde Netzwerktochter Nokia Siemens Networks (NSN) pumpen. Jeder Partner schiesse eine halbe Milliarde zu, um "die finanzielle Position von NSN weiter zu stärken", teilten die beiden Konzerne mit.

Zudem tauschen sie den Verwaltungsratschef des Gemeinschaftsunternehmen aus: Statt dem früheren Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo werde der Telekommunikationsmanager Jesper Ovesen das Kontrollgremium leiten, hiess es. Ovesen war zuletzt Finanzchef des dänischen Telekom-Unternehmens TDC.