Arbeitslosigkeit

3,5 Prozent der Schweizer sind arbeitslos

Die Zahl der Arbeitslosen erreicht den höchsten Stand seit drei Jahren.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen erreicht den höchsten Stand seit drei Jahren.

Die Schweiz steckt mitten in einer Rezession - und das ist auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich spürbar. Im April stieg die Zahl der Arbeitslosen erneut und erreichte den höchsten Stand seit drei Jahren. Die in dieser Jahreszeit übliche Entspannung blieb damit aus.

Im April waren 136 709 Personen ohne Arbeit, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte. Das sind 1996 Personen mehr als im März. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 3,4 auf 3,5 Prozent. Genau vor drei Jahren war sie letztmals so hoch.

"Die Rezession wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus", sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Besonders spürbar sei dies in der Industrie und bei den Banken.

Üblicherweise bringt der April eher eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, wenn vorab auf dem Bau wieder mehr gearbeitet wird. Dies ist auch dieses Jahr der Fall, statt sinkender Arbeitslosenzahlen vermochte dieser saisonale Effekt aber lediglich den weiteren Anstieg etwas zu dämpfen.

Der Vergleich mit den Vorjahreszahlen bringt die Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt noch deutlicher zum Ausdruck: Gegenüber April 2008 erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 35 829. Das ist ein Plus von 35,5 Prozent.

Bis im Sommer wird die Arbeitslosigkeit zwar nur noch wenig, im zweiten Halbjahr aber laut Gaillard stark ansteigen. Der bisherige Verlauf "bestätigt unsere Befürchtungen und Prognosen", so Gaillard. Im Durchschnitt erwartet das SECO eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent für dieses Jahr.

Auch Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sind wieder stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen. Die Zahl junger Menschen ohne Stelle erhöhte sich im April um 151 auf 22 279. Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug der Anstieg 45,7 Prozent.

Auf dem Lehrstellenmarkt macht sich die Wirtschaftskrise jedoch noch nicht bemerkbar. Wie schon im März meldeten etliche Kantone im April im Vergleich zum Vorjahr sogar ein leicht höheres Angebot.

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