Verstösse

2715 Firmen wegen Schwarzarbeit und Lohndumping sanktioniert

Noch nie standen so viele Firmen auf der «schwarzen Liste».

Noch nie standen so viele Firmen auf der «schwarzen Liste».

Noch nie waren so viele Schweizer Firmen wegen Verstössen gegen Lohnbestimmungen gesperrt. Die Gewerkschaft Unia ist alarmiert und fordert doppelt so viele Kontrollen.

Immer häufiger erwischen die Inspektoren auf den Baustellen Arbeiter, die gegen das Gesetz verstossen. Sie sind nicht richtig angemeldet, zahlen keine oder zu wenig Sozialversicherungen, und ihre Arbeitgeber drücken die Löhne. Die Zahl der sanktionierten Firmen, die auf der «schwarzen Liste» des Seco erfasst sind, steigt seit Jahren, das zeigen Recherchen des «SonntagBlick».

2012 wurden total 2715 Firmen, die gegen das Entsendegesetz verstossen haben, mit Geldstrafen oder Sperren sanktioniert. Das sind so viele wie nie.

Die Gewerkschaft Unia ist alarmiert: «Die Verstösse gegen Lohnbestimmungen nimmt insbesondere bei Entsendebetrieben massiv zu», sagt Sprecher Hans Hartmann gegenüber dem SonntagsBlick. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Verstösse in gewissen Branchen «fast um die Hälfte» gestiegen.

Gewerkschafter Hartmann fordert deshalb: «Wir brauchen gesamtschweizerisch doppelt so viele Kontrollen wie bisher. Und mehr Ressourcen für die Kontrolleure sowie für die Kantone, um die Fälle zu bearbeiten.» Die Kontrolleure kämpfen gegen immer neue Tricks, wie Firmen und Arbeiter die geltenden Arbeits- und Lohnbedingungen aushebeln. Und: «Falls es zu Urteilen kommt, ist das Strafmass oft nur sehr niedrig», sagt Guido Durrer von der Luzerner Kontroll-Kommission.

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