Gesamthaft gingen in der Schweiz 4,7 Millionen Menschen einer Arbeit nach, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Die Erwerbslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) reduzierte sich im gleichen Zeitraum von 4,2 auf 3,6 Prozent.

Auch in der Europäischen Union erholte sich der Arbeitsmarkt, allerdings weniger stark. Die Anzahl Erwerbstätiger erhöhte sich dort um 0,3 Prozent, die Arbeitslosenquote ging leicht von 9,6 auf 9,4 Prozent zurück.

Junge und Frauen profitieren

In der Schweiz profitierten insbesondere die Frauen sowie die jungen Arbeitnehmenden von der Entspannung am Arbeitsmarkt. Unter den Frauen ging die Arbeitslosigkeit von 4,8 auf 3,7 Prozent zurück, während die Quote bei den Männern von 3,8 auf 3,5 Prozent sank.

Unter den 15- bis 24-Jährigen waren 5,9 Prozent erwerbslos. Im Jahr zuvor waren es noch 7,2 Prozent gewesen. Am geringsten war die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen, wo sie von 3,3 auf 3,1 Prozent sank.

Quote bei Ausländern viel höher

Sowohl unter den Schweizern als auch innerhalb der ausländischen Wohnbevölkerung gab es weniger Arbeitslose. Die Erwerbslosenquote bei den Schweizern ging von 3,2 auf 2,6 Prozent zurück, bei den Ausländern von 7,5 auf 6,6 Prozent.

Zwischen den einzelnen Ausländergruppen offenbaren sich wesentlich grössere Unterschiede als zwischen Schweizern und Ausländern: Bei Personen aus dem EU- und EFTA-Raum betrug der Anteil Erwerbsloser 4,6 Prozent, bei Menschen aus Drittstaaten dagegen 10,7 Prozent.

Das BFS berechnet die Erwerbslosenquote gemäss der international gültigen Definition der ILO. Die Quote unterscheidet sich deshalb von jener des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), dessen Statistik nur die tatsächlich registrierten Personen umfasst.