Ein entsprechendes Angebot zusätzlich zur bereits gezahlten Soforthilfe sei am Dienstmorgen bei den Opfer-Anwälten eingegangen, bestätigten mehrere Anwälte. Der Kölner "Express" hatte zunächst darüber berichtet.

Der Mönchengladbacher Anwalt Christof Wellens nannte das Angebot nicht angemessen. "Ich kann mir kaum vorstellen, dass auch nur eine Opfer-Familie das annimmt", sagte Wellens der Nachrichtenagentur dpa. Er vertritt nach eigenen Angaben 15 Opfer-Familien mit mehr als 60 Angehörigen zivilrechtlich.

Am Nachmittag wollte Germanwings zur Thematik der Opferentschädigung Stellung nehmen. Lufthansa hat den Hinterbliebenen bislang eine Soforthilfe von 50'000 Euro pro Todesopfer gezahlt.

Beim Absturz eines Germanwings-Jets am 24. März, der mutmasslich vom Co-Piloten herbeigeführt wurde, kamen in den französischen Alpen alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Germanwings ist eine Tochterfirma der Lufthansa.